Menschen für Tierrechte Würzburg


Ein bislang beispielloses Hundemorden wurde in Rumänien entfesselt, als ein 4-jähriger Jungen, der laut Medienberichten 45 Minuten von der Großmutter unbeaufsichtigt, in einem zu einem Park angrenzenden Brachland, angeblich von Hunden getötet wurde. Bei aller Trauer um diesen schlimmen Vorfall setzte in den Folgetagen eine bislang auch für rumänische Verhältnisse beispiellose Hatz und mediale Hetzkampagne gegen Straßenhunde ein. Die Politiker haben geschickt die aufgestaute Wut vieler Rumänen gegen Korruption und die schlechte wirtschaftliche Situation auf die Straßenhunde in Rumänien übertragen und somit frustrierten Menschen ein Ventil gegeben, ihrem Zorn freien Lauf zu lassen. Am Folgetag der Tragödie wurde die Regierung gedrängt eine Notfall-Verordnung zu erlassen, welche die Tötung aller Straßenhunde vorsieht. Daraufhin hat das rumänische Parlament einem Gesetz zugestimmt, dass die Tötung der Hunde in Tierheimen nach 14 Tagen Aufenthalt erlaubt. Das war der Freifahrtschein für Tierquäler und Profiteure aus dem Umfeld der so genannten Tierfänger-Mafia in Rumänien. Diese Tierfänger-Mafia hält die Straßenhunde-Population künstlich hoch und torpediert jede sinnvolle Form der Populationskontrolle (Kastrieren und Wiederaussetzen), da es bei der „Hundefängerei mit Entsorgung“ um ein Millionengeschäft geht und in der Realität bedeutet das den staatlich legitimierten Massenmord an Rumäniens Straßenhunden. Tierschützer in aller Welt hatten gehofft, dass der rumänische Verfassungsgerichtshof, wie schon einmal vor zwei Jahren, eine Massentötung von Streunern für nicht gesetzeskonform erachten würde – leider umsonst. Hunde vegetieren in den Heimen ihrem unweigerlichen Ende entgegen, darunter auch Welpen, trächtige Hündinnen, bereits von Tierschutzorganisa-tionen kastrierte Hunde, alte, kranke und geschwächte Tiere…Die Hunde werden dort nun gnadenlos bejagt, verfolgt, gequält und auf fürchterliche Weise bis in den Tod misshandelt. Das gesamte Team des Tierschutzvereins Würzburg e.V. hat nicht gezögert und den rumänischen Tierschützern sofort seine Hilfe zugesagt. Diese kämpfen vor Ort um jeden Hund, der noch auf der Straße lebt oder bereits in einer der staatlichen Aufbewahrungsanlagen ist. Die Tierschützer lösen Hunde von dort aus und bringen sie in Pensionen oder private Pflegestellen. Diese betreuen die Tiere unter stark erschwerten Bedingungen oder sogar heimlich, denn sie werden von ihrem Umfeld schikaniert oder gar denunziert, weil sie den Tieren helfen. Die rumänischen Tierschützer haben um Fassung gerungen, als der Tierschutzverein Würzburg Hilfe anbot: „Bringt uns Hunde! Wenigstens eine kleine Hand voll Tiere können wir retten, leider nicht alle.“ Durch die Übernahme dieser Hunde ist den rumänischen Tierschützern in zweierlei Hinsicht geholfen. Sie können unbesorgt ihre Schützlinge in erfahrene Hände geben, und es werden wertvolle Plätze in Rumänien frei, wo weitere Hunde einen Unterschlupf finden. Der Tierschutzverein mit seinen Vorständen, all seinen Mitarbeitern und vielen ehrenamtlichen Helfern sammeln nach wie vor Geldspenden, die jetzt so dringend in Rumänien benötigt werden. Damit bezahlen die Tierschützer vor Ort die Auslösesumme, die Pensionskosten, die medizinische Versorgung, Kastrationen, Impfungen und das Futter für die Hunde. Alles Voraussetzungen, um Tiere außer Landes schaffen zu können und somit ihr Leben zu retten.

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