Berlin

Übersicht Tierschutzvereine und -organisationen in Berlin

Verein öffentliche Zuschüsse Kapazität Aufgenommene Tiere
Fellnasen in Not e.V. nein begrenzt, Aufnahme in Pflegestellen Hunde, Katzen, Kleintiere
Hund und Katzen Hilfe Spandau und Umgebung e.V. nein sehr begrenzte Aufnahmekapazität – nur 3 Pflegestellen Hunde, Katzen, Pferde, andere Tiere wenn möglich
Tierhilfe ‘Kivotos Tou Noe-Kreta’ nein unbekannt Hunde
Tierärzte pool nein ca 20 in Pflegestellen Hunde, Katzen
Ungarische Fellnasen in Not e.V. nein ca. 15 Hunde auf Pflegestellen in D Hunde
Notmeerschweinchen Löwenzahn nein sehr begrenzt, kleine private Notstation Meerschweinchen
Staffordshirte-Hilfe e.V. nein ca. 10 Hunde Hunde
Tiere suchen Freunde e.V. nein ca 20 Hunde, ca 15 Katzen, vereinzelt Nager und Vögel, begrenzte Kapazität durch Aufnahme in Pflegestellen Hunde, Katzen, Kleintiere
Tier & Mensch e.V. nein keine, rein informativ-aktiver Verein
Vereinigung der Katzenfreunde nein im Tierasyl bis zu 30 Katzen plus ca 15 Katzen in Pflegestellen Katzen
Adoptieren statt kaufen – Europäische Tiernotrettung e.V. nein begrenzt, Aufnahme in Pflegestellen Hunde, Katzen
Animals Care e.V. nein begrenzt, Aufnahme in Pflegestellen ca 12 Hunde, andere Tiere vereinzelt Hunde, Katzen, Kleintiere
Bellomio e.V. nein ca 12 Hunde in Pflegestellen Hunde
Heimtier-Nothilfe-Wartenberg e.V. nein begrenzt, Aufnahme in Pflegestellen vorwiegend Kleintiere, auch Katzen
Hundehilfe Spanien e.V. nein begrenzt, Aufnahme in 6 Pflegestellen Hunde, Katzen
Hunderettung e.V. nein begrenzt, Aufnahme in Pflegestellen Hunde, Katzen
Tierschutzverein ‘Körbchen gesucht’ e.V. nein begrenzt, Aufnahme in Pflegestellen Hunde, Katzen
TSV-Phelan e.V. nein begrenzt, Aufnahme in Pflegestellen Hunde, Katzen
Berliner Stadtkatzen e.V. nein begrenzte Aufnahme in Pflegestellen Katzen
SOS Hunde-Hilfe e.V. nein sehr begrenzt, Aufnahme in Pflegestellen Hunde
Mensch und Tier zuliebe e.V. nein begrenzt, Aufnahme in Pflegestellen in D/andernfalls im TH in Polen Hunde
Samtpfoten Neukölln e.V. – Berlin nein sehr begrenzt, Aufnahme in Pflegestellen Katzen
Unser Rattenhausen nein begrenzt, Aufnahme in Pflegestellen Ratten
Berliner Katzenschutz e.V. nein, aber von ‘aktion tier’ verfügt über ein eigenes Katzenheim und eine Babystation, bis zu 100 Katzen werden im Durchschnitt betreut Katzen
Tierhilfe Chalkidiki/Griechenland e.V. nein begrenzt, Aufnahme in Pflegestellen Hunde, Katzen
Ein Freund fürs Leben e.V. nein begrenzt, Aufnahme in Pflegestellen Hunde, Katzen
Hund und Gesellschaft – Hilfe fuer Hunde in Not nein begrenzt, Aufnahme in Pflegestellen Hunde
bmt e.V. Berlin nein
Pfotenfreunde Rumänien nein rund 50 Hunde in Pflegestellen in D Hunde und Katzen
Bundesverband Tierschutz e.V. nein
Mensch-Umwelt-Tier e.V. nein
Tierschutzverein für Berlin ja recht hoch – 3 Katzenhäuser,1 Vogelhaus, 1 Kleintierhaus plus Katzenfreigehege für frei lebende Katzen, 6 Hundepavillions mit 18 Hundehäusern plus Notaufnahme für Nutztiere, Stalltiere, Exotenauffangstation für Reptilien Tiere aller Art

In Berlin gibt es ganze 32 ansässige Tierschutzvereine. Von all diesen Vereinen gibt es nur ein sogenanntes städtisches Tierheim, den Tierschutzverein für Berlin. Von den übrigen Vereinen engagieren sich drei Vereine vorwiegend für den Tierschutz auf politischer und informativer Ebene. Dreizehn von den in Berlin ansässigen Vereinen konzentrieren ihre Tierschutzarbeit hauptsächlich auf das Ausland. Das bedeutet letztlich, dass nur 12 Tierschutzvereine sich für den Tierschutz vor Ort direkt in Berlin einsetzen. Ausser der Katzenhilfe Berlin e.V., die sowohl über ein eigenes Katzenheim als auch eine separate Babystation zur Aufzucht von Kitten betreibt, und der Vereinigung der Katzenfreunde mit einem eigens betriebenen Katzenasyl sowie dem Tierschutzverein für Berlin mit seinem Tierheim sind die Aufnahmekapazitäten von in Not geratenen Tieren in allen Vereinen recht begrenzt, da die Tiere dort nur in Pflegestellen unterkommen. Das bedeutet, dass die Tiere mit im privaten Haushalt eines engagierten Tierfreundes leben, was zwar auch in einem richtigen Haus sein kann, aber genauso gut auch in einer Wohnung. Nur bringt es den aufgenommenen Tieren nichts in Pflegestellen unter Stress zu geraten, wenn dort sehr viele Tiere leben, daher ist die Zahl der Aufnahmekapazitäten recht begrenzt, die sich nur durch zusätzliche Pflegestellen erweitern lässt und aus diesem Grund immer die Vereine auf der Suche nach weiteren Pflegestellen sind. Leider gibt kaum ein Verein genauere Zahlen bekannt, wieviele Tiere insgesamt maximal aufgenommen werden können, beziehungsweise mit wievielen Pflegestellen der jeweilige Verein zusammenarbeitet, sodass man ungefähr abschätzen kann, wieviele Tiere durch einen Verein untergebracht werden könnten. Auffällig ist, dass sich nur wenige Vereine mit ihrer Tierschutzarbeit auf Kleintiere konzentrieren. Die ‘Kleinen’ werden leider allgemein gerne übersehen und gerade in Berlin sollte man davon ausgehen können, dass sich dort nicht nur ein paar Vereine mehr angesiedelt haben, die sich um Belange von Kleintieren kümmern, sondern auch, dass mehr als nur der Tierschutzverein für Berlin sich ebenfalls um Exoten kümmert.

Hund und Katzen Hilfe Spandau und Umgebung e.V. ist ein sehr kleiner und neuer Verein, arbeitet jedoch mit dem Tierheim in Brandenburg zusammen. Dieser Verein ist einer von den insgesamt zwölf Vereinen, die sich auf den Tierschutz in der Region konzentrieren. Je nachdem inwiefern sich ein Verein auch auf den Schutz von Katzen konzentriert, betreuen die Vereine ebenfalls Futterstellen für frei oder wild lebende Katzen (was durchaus pro Futterstelle gut und gerne 10 bis 15 Katzen oder gar mehr sein können). Auslandstierschutz betreiben die Vereine Adoptieren statt kaufen – Europäische Tiernotrettung e.V., Animals Care e.V., Bellomio e.V, Hundehilfe Spanien e.V., Hunderettung e.V., Tierschutzverein ‘Körbchen gesucht’ e.V., TSV-Phelan e.V., Tierhilfe Chalkidiki/Griechenland e.V., Ungarische Fellnasen in Not e.V., Pfotenfreunde Rumänien und Ein Freund fürs Leben e.V, sowie teilweise neben Tierschutzarbeit im Inland Hunde und Gesellschaft. Die Tierhilfe ‘Kivotos Tou Noe-Kreta’ unterstützt in ein Tierheim auf Kreta, wofür Vermittlungshilfe mit Tieren aus Kreta geleistet wird. Genauso gestaltet sich die Arbeit von Mensch und Tier zuliebe e.V., der ein Tierheim in Polen unterstützt. Auch der Tierärztepool engagiert sich Auslandstierschutz, hauptsächlich in Griechenland, Kreta und Kapverden, um dort Strassentieren dringend benötigte medizinische Versorgung sowie Kastrationen zum Eindämmen des Elends zukommen zu lassen.

Auf der rein politischen und informativen Ebene der Tierschutzarbeit agieren Tier & Mensch e.V., der bmt e.V. Berlin und auch der Bundesverband für den Tierschutz. Tier & Mensch e.V. beschäftigt sich vorwiegend im Tierschutz im Rahmen von Umwelt, Haltungsbedingungen besonders bezüglich Massentierhaltung von Nutztieren, Ernährung und Landwirtschaft, Tierversuche, Natur- und Umweltschutz, ökologischer Landbau aber auch auf politischer Ebene mit Entwicklungen bezüglich des Tierschutzes wie beispielsweise auch TTIP/Ceta. Aufklärung durch Vorträge und Filme an Schulen und Vereinen, Infostände an Ökotagen und Umweltfesten sowie auf Messen und Erstellung von Mitteilungsheften an Mitglieder des Vereins und interessierte Bürger. Der bmt e.V. (Bund gegen Missbrauch der Tiere) verfügt im gesamten Bundesgebiet über 11 Tierheime. In Berlin ist der bmt auch mit einer Geschäftsstelle vertreten, allerdings nur mit der Geschäftsstelle und keinem Tierheim. Auch wenn der bmt in Berlin kein eigenes Tierheim betreibt, ist der bmt dafür in anderen Punkten im Tierschutz im speziellen für Berlin tätig, was auch die praktische Tierschutzarbeit betrifft, wie z.B. Unterstützung der Veterinärämter, Beratung von Tierfreunden in allen Fragen, Überprüfung von Tierhaltungen bei begründetem Verdacht artwidriger Haltung, Aufbau eines Netzes von Pflegestellen sowie der Errichtung eines Fond zur Deckung der Kastrationskosten von Katzen. Doch ist der bmt hier insbesondere auf der politischen Ebene aktiv, um nachhaltige Verbesserungen im Tierschutz zu erzielen. Darüber hinaus betreibt der Verein hier auch Öffentlichkeitsarbeit. Genau wie der bmt ist hier auch der Bundesverband Tierschutz e.V. mit einer Geschäftsstelle ansässig um ebenfalls sich auf der politischen Ebene für den Tierschutz zu engagieren.

Mensch-Umwelt-Tier e.V. ist hingegen der einzige Verein in Berlin, der Menschen, die Umwelt und das Tier miteinander in einer sinnvollen Weise zu verbindet. Der Verein unterstützt 23 Projektpartner bundesweit. Diese Projektpartner sind Einrichtungen wie Seniorenheime, Schulen, Kinderbauernhöfe oder Therapeuten, die sich für Menschen mit Behinderungen oder Einschränkungen einsetzen. Dazu betreibt der Verein auch sehr aktive Aufklärungsarbeit.

Tierschutzverein für Berlin (TVB) ist das Tierheim Berlins, das in seiner Form das größte Tierasyl Europas ist, welches als eines der wenigen Tierheime in Deutschland ebenfalls Nutz- und Stalltiere aufnimmt und das auch in größerem Umfang gewährleisten kann. Hier werden rund 75 Mitarbeiter beschäftigt, die sich um die Belange der zahlreichen Schützlinge kümmern. Darüber hinaus hat der Tierschutzverein für Berlin und Umgebung Corp. e.V. auf seiner Jahreshauptversammlung am 22. Oktober 2016 seine neü Tierschutz-Resolution verabschiedet. Das neun Punkte umfassende Papier appelliert eindringlich an die Koalitionäre, sich stärker für den Tierschutz einzusetzen. Diese umfasst insgesamt 9 Punkte:

“1. Verbandsklage für Tierschutzvereine auf Landes- und Bundesebene
Das Staatsziel Tierschutz muss sich endlich im Alltag niederschlagen. Der Tierschutzverein für Berlin und Umgebung Corp. e.V. fordert die Einführung des Verbandsklagerechts für anerkannte, gemeinnützige Tierschutzorganisationen auf Landes- und Bundesebene und erwartet vom Berliner Senat entsprechende Initiativen im Bundesrat. Wir fordern eine umfassende Novellierung des Tierschutzgesetzes, indem das Staatsziel Tierschutz endlich berücksichtigt wird. Auch hier muss das Land Berlin in den Gremien eine Vorreiterrolle einnehmen.

2. Tierschutz ernst nehmen
Bislang bildet der Tierschutz im Unterricht nur eine kleine Rolle durch Unterstützung des Tierschutzvereins für Berlin. Doch bereits in der Ausbildung der Lehrer sowie bei der Fort- und Weiterbildung soll das Thema einen festen Platz erhalten. Auch soll Tierschutz ein zentraler Bestandteil des Unterrichts werden.
Tiere in Not haben in Berlin eine schwache Lobby. Vor allem Polizei, Feürwehr und Ordnungsämter tun sich immer wieder schwer, wenn es um Tiere in Notlagen geht. Die Zuständigkeiten sind klar geregelt. Mangelnde Information und eine Vielzahl von Missverständnissen führen dazu, dass die Behörden beim Vollzug von Tierschutz häufig überfordert und hilflos sind. Abhilfe könnte ein Runder Tisch Tierschutz schaffen, bei dem alle Beteiligten die Situation erörtern. Ziel sollte ein Leitfaden im Umgang mit Tieren sein, welcher neben den Zuständigkeiten auch regelt, wer die Kosten trägt.

3. Hundeauslauf
Mit mehr als 109.000 statistisch gemeldeten Hunden ist Berlin eine Hauptstadt der Hunde. Doch Hunde müssen sich ausreichend und artgerecht bewegen können. Derzeit verfügt Berlin über 33 öffentliche Freilaufflächen. Der Tierschutzverein für Berlin und Umgebung Corp. e.V. sieht Senat und Bezirke in der Verantwortung, die Zahl der Hundeauslaufgebiete deutlich zu erhöhen, mindestens jedoch zu verdoppeln. Berlinerinnen und Berliner müssen auf kieznahe Angebote für ihre Tiere zurückgreifen können.

4. Kastrationspflicht für Katzen mit Freigang
Die Zahl der frei lebenden Katzen in Berlin wird auf bis zu 100.000 geschätzt. Viele Tiere wurden mutwillig und herzlos von ihren vormaligen Besitzern vor die Tür gesetzt und kämpfen auf der Straße ums Überleben. Die unkontrollierte Vermehrung sorgt dafür, dass das Elend anhält. Hinzu kommt: Viele verantwortungslose Katzenbesitzer gewähren ihren unkastrierten Tieren Freigang. Auch dies führt zu ständig neüm Katzennachwuchs. Der Tierschutzverein für Berlin und Umgebung Corp. e.V. fordert vom Berliner Senat eine Verordnung, die Besitzer von Katzen zwingt, ihre Tiere kastrieren zu lassen.

5. Keine Wildtiere in Zirkussen
Berlin ist ein begehrter Gastspielort für Zirkusse. Jedes Jahr kommen mehrere Dutzend von ihnen an die Spree. Nur wenige verzichten inzwischen auf den Einsatz von Tieren. Die meisten führen Wärme liebende, nicht heimische Tiere wie Elefanten, Giraffen, Nashörner, Flusspferde oder Kamele mit sich. Der Tierschutzverein für Berlin und Umgebung Corp. e.V. fordert von allen zwölf Berliner Bezirken ein klares Nein zum Zirkus mit Wildtieren. Wer mit Wildtieren Auftritte plant, dem sollte dies generell auf öffentlichen Flächen und Plätzen verboten werden. Darüber hinaus ist der Senat von Berlin aufgerufen, ein Verbot von Wildtieren in Zirkussen zu erlassen.

6. Pferdekutschen aus der Innenstadt verbannen
Nach wie vor ist die Berliner Innenstadt auch beliebtes Ziel von Kutschunternehmen, die es mit ihren Droschken und Tieren vor allem auf das Geschäft mit Touristen abgesehen haben. Der Senat hat bereits Leitlinien erlassen, die den Betrieb von Pferdekutschen in der Innenstadt regeln. Der Tierschutzverein für Berlin und Umgebung Corp. e.V. begrüßt derartige Schritte, fordert aber ein generelles Verbot von Pferdekutschen in der Berliner Innenstadt. Der durch Abgase, Lärm und optische Reize verursachte Stress schadet den Tieren auf Daür.

7. Hundegesetz
Justiz- und Verbraucherschutzsenator Thomas Heilmann hat im Februar 2015 den Entwurf des überarbeiteten Hundegesetzes vorgelegt. Nachdem es mehrere Sondierungsrunden mit Interessengruppen in Form des so genannten Bello-Dialogs gab, ist der nun vom Senat beschlossene Entwurf aus Sicht des Tierschutzvereins für Berlin enttäuschend, weil er einseitig gegen die Hunde und ihre Halter gerichtet ist.
Die wichtigsten Punkte im Einzelnen:

Leinenpflicht:
Künftig gilt in Berlin für Hunde eine generelle Leinenpflicht. Aufgehoben werden kann diese durch einen Hundeführerschein. Hundehalter, die in den vergangenen sechs Jahren drei Jahre lang ununterbrochen einen Hund ohne Vorfall gehalten haben, können sich befreien lassen.

Position des TVB:
Eine generelle Leinenpflicht lehnt der Tierschutzverein für Berlin ab. Tiergerechte Hundehaltung in der Hauptstadt wird so unmöglich gemacht. Richtiger wäre es, beim Halter anzusetzen und nicht beim Hund. Gesundes Sozialverhalten wird unterbunden, Verhaltensauffälligkeiten durch Leinenzwang erst gefördert.

Hundeführerschein:
Die Leinenpflicht wird aufgehoben, wenn der Halter einen Hundeführerschein absolviert hat. Dies wird eine so genannte “Sitz-Platz-Fuß-Prüfung” sein.

Position des TVB:
Der Verein befürwortet, dass die Halter stärker in die Pflicht genommen werden. Allerdings sollte dies in Form eines Sachkundenachweises vor Anschaffung eines Hundes geschehen, wenn es dem Tierschutz dienen soll. Im Nachhinein ist das Argument des Tierschutzes, wie es vom Justizsenator verwendet wird, ein Scheinargument. Der Hund lebt bereits bei seinem Halter, und eine eventülle Überforderung wird hier zu spät erkannt. Eine Sachkundeprüfung für alle wäre sinnvoll, der Hundeführerschein als praktische Prüfung ist zu stark reglementierend.

Mehr Auslaufgebiete:
Die Bezirke werden aufgefordert, nach weiteren geeigneten Auslaufflächen zu suchen.

Position des TVB:
Eine langjährige Forderung des TVB ist wenigstens als Absichtserklärung im Gesetzentwurf enthalten: Hier muss dringend etwas passieren, wenn tiergerechte Hundehaltung in Berlin in Zukunft noch möglich sein soll. Hundeauslaufgebiete müssen flächendeckend und in gepflegtem Zustand zur Verfügung stehen.

Rasseliste:
Die Liste der sogenannten gefährlichen Hunde wird auf vier Rassen verkürzt. Auf Antrag und bei nachgewiesener Ungefährlichkeit können Rasselisten-Hunde von einigen Auflagen für gefährliche Hunde befreit werden.

Position des TVB:
Die Rasseliste wird vom TVB abgelehnt. Die Gefährlichkeit eines Hundes ist individüll und nicht rassespezifisch, hierzu gibt es keinerlei wissenschaftliche Belege. Die Leidtragenden sind die Listenhunde im Tierheim, die nur schwer ein neüs Zuhause finden, weil sie gesetzlich geächtet sind.

Zentrales Hunderegister:
Es soll ein zentrales Hunderegister eingerichtet werden: Dort werden Rasse, Chipnummer, Halter sowie etwaige Bissvorfälle erfasst.

Position des TVB:
Das zentrale Hunderegister ist eine langjährige Forderung auch des TVB. Hierdurch wird das Aussetzen eines Hundes erschwert, entlaufene Tiere können schneller ihrem Besitzer zugeführt werden.

Kotbeutelpflicht:
Neben dem Hundegesetz soll das Straßenreinigungsgesetz ebenfalls geändert werden: Wer mit einem Hund Gassi geht, soll künftig verpflichtet sein entsprechende Kotbeutel mitzuführen.

Position des TVB:
Dies ist kein Tierschutzproblem, aber es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, die Hinterlassenschaften seines Hundes zu beseitigen. Allerdings würde ein größeres Angebot an Entsorgungsvorrichtungen die Umsetzung erleichtern.

8. Tierversuche abschaffen – Alternativen fördern
Mit bald 400.000 “verbrauchten” Tieren belegt Berlin Platz 1 bei den Tierversuchsstädten. Die Hauptstadt hat in den vergangenen Jahren Millionen von öffentlichen Geldern in die Forschung investiert. Doch dabei blieben die Tiere auf der Strecke. Forschungssenator, Wissenschaftspolitik und die Fakultäten der Hochschulen sollen angehalten werden, die Förderung von Alternativen zu Tierversuchen in den Mittelpunkt des Handelns zu stellen. Ziel muss es sein, Tierversuche abzuschaffen.

9. Umfassender Schutz für alle Heimtiere
Die Haltung von Heimtieren ist – bis auf den Bereich der Hunde – allenfalls im Tierschutzgesetz geregelt. Konkrete und verbindliche Vorgaben bei der Unterbringung von Tieren wie Katzen, Kleintiere wie Kaninchen, Meerschweinchen sowie Vögel und Exoten etc. fehlen völlig. Viele Tiere werden weder art- noch tiergerecht gehalten. Doch vor allem die Veterinärbehörden haben wenig Handhabe, hier zu handeln. Ein Heimtiergesetz würde die rechtliche Sicherheit stärken und müsste schon bei der Zucht und beim Handel mit Tieren eingesetzt werden. Berlin soll sich im Bundesrat für die Einführung eines bundesweiten Heimtiergesetzes stark machen.”

Die vom Tierschutzverein für Berlin zeigt ein sehr deutliches Engagement an einer Verbesserung der derzeitig vorherrschenden Tierschutzprobleme (die unkontrollierte Vermehrung frei lebender Katzen bedeutet mehr aufzunehmende Katzen in Not durch den Tierschutz, überforderte Ämter sowie Polizei und Feuerwehr) in Berlin. Das Engagement erstreckt sich vom TVB über den Schutz der Heimtiere deutlich hinaus und zeigt deutlich wo es verbesserungswürdige Punkte gibt, allein auch eben mit dem Punkt über Tierversuche und Wildtiere in Zirkussen. Auch wenn der ein oder andere Verein mit einem anderen Verein gerne zusammenarbeitet oder in seiner Arbeit ein Tierheim unterstützt, bekommt man leicht den Eindruck, dass jeder Verein mit seiner Tierschutzarbeit ein Einzelkämpfer ist, wobei jedoch alle Vereine das Gleiche Ziel haben: Tieren in Not helfen und den Tierschutzgedanken zu verbreiten und zu fördern. In dem Zusammenhang wäre es besonders in einer so grossen Stadt wie Berlin von Vorteil, wenn sich alle dort ansässigen Vereine zusammentun und sich gemeinsam für ihre Ziele einsetzen, was auch den auf der vorwiegend politischen Ebene aktiven Tierschutzvereinen einen stärkeren Rückenwind geben würde, sodass man direkt in der Landeshauptstadt Berlin zusammen mit der Politik eine deutschlandweite Verbesserung im Tierschutz erzielen könnte, was auch entsprechend unter den Bürgern aus der politischen Ebene heraus gefördert werden könnte und sollte.

Auch wenn der TVB sehr engagiert in seiner Tierschutzarbeit ist oder sich als solches darstellt, sind viele Besucher nicht ganz so begeistert vom Tierheim des Tierschutzvereins für Berlin. Das liegt leider vor allem an der Freundlichkeit der Mitarbeiter gegenüber Besuchern, andererseits haben Besucher auch oft den Eindruck, dass die Mitarbeiter die aufgenommenen Tiere gar nicht kennen. Angesicht der Menge an Tieren, die der TVB in seinem Tierheim aufnimmt, kann das nachvollziehbar sein, da sich auch nicht jedes Tier jedem Menschen gegenüber gleich verhält. Es wird jedoch problematisch, wenn ein Mitarbeiter im Tierheim über ein Tier eine Aussage macht, die sich jedoch nicht mit der auf der Homepage dargestellten Charakterbeschreibung deckt. Charakterbeschreibungen stehen wohl auch auf einem Zettel an den jeweiligen Gehegen, nur kann die ein Besucher auch selbst lesen, der jedoch bei Interesse gerne mehr über ein bestimmtes Tier erfahren möchte und verständlicherweise eine entsprechende Auskunft der zuständigen Mitarbeiter erwartet. Auch werden einige Tiere gar nicht erst vermittelt, wenn man eher städtisch wohnt und auch möglicherweise über keinen Garten verfügt. Die Frage ist dann jedoch, wie man die Tiere letztlich vermitteln will, wenn die meisten Menschen in der Stadt leben und mit Hunden Parkanlagen nutzen können oder für Katzen einen Balkon sichern könnten.

Berliner Katzenschutz (Berliner Katzenschutz e.V.)

Der Berliner Katzenschutz wurde im Jahr 1985 gegründet und konnte im Jahr 1991 ein Gebäude in der Ziemensstrasse in ein Katzenheim umbauen. Seit dieser Zeit betreut der Berliner Katzenschutz manchmal bis zu 100 Katzen in diesem Haus mit sechs Räumen. Vier Räume davon haben ein Aussengehege, wo sich die Katzen ganz frei sowohl drinnen als auch draussen aufhalten können. In einem grossen Freigehege mit einem beheizbaren Bauwagen befindet sich ein Gnadenhof für Katzen, die leider nicht mehr vermittelt werden können. Seit dem Jahr 1999 arbeitet der Berliner Katzenschutz mit “aktion Tier – Menschen für Tiere e.V.” zusammen und erhält dadurch eine gute finanzielle Unterstützung in der Tierschutzarbeit. An dem Projekt “Aktion Kitty” arbeitet der Berliner Katzenschutz seit dem Jahr 2003 aktiv mit, welches beinhaltet frei lebende und verwilderte Katzen einzufangen und zu kastrieren. Seit dem Jahr 2005 verfügt das Haus des Berliner Katzenschutz ebenfalls über eine Babystation, in der Katzenbabys mit oder ohne Mutter unterkommen können. Babys, die noch mit der Flasche aufgezogen werden müssen, werden in der eigenen Babyrettungsstation beim ersten Vorsitzenden und seiner Frau per Hand aufgepäppelt. Die Katzenvermittlung soll beim Berliner Katzenschutz natürlich auch nicht zu kurz kommen. Der Verein freut sich über jede vermittelte Katze, die in ein tolles Zuhause ziehen kann. Schulklassen und andere Interessenten können gerne nach Absprache das Haus des Berliner Katzenschutz kennenlernen.

Tiere in Not – Petershagen/Eggersdorf u.U. e.V (Tierheim Wesendahl)

Aus dem Tierschutzverein ‘Tiere in Not – Petershagen/Eggersdorf und Umgebung e.V.’ ging das Tierheim Wesendahl hervor, welches am Stadtrand von Berlin umgeben von Wiesen, Wäldern  und Seen im Jahr 1994 gegründet wurde. Seit der Gründung des Tierheims hat es sich als fester Bestandteil im Landkreis Märkisch Oderland etabliert. Die tägliche Arbeit des Tierheims beinhaltet vor allem die Aufnahme und Versorgung entlaufener, ausgesetzter oder anderweitig in Not geratner Tiere. Ihnen wird hier eine sowohl liebevolle als auch fachgerechte Betreuung und tierärztliche Versorgung gewährt. Wenn es möglich ist, werden die Hunde, Katzen und Kleintiere in eine neue Familie vermittelt. Wenn die Schützlinge jedoch aufgrund ihres Alters, Gesundheitszustandes oder eventueller Verhaltensprobleme keine Chance auf ein neues Zuhause haben, dürfen sie in der Obhut des Tierheims bleiben, da beim Tierheim Wesendahl nur die Natur die Altersgrenze setzt. Neben den kommunalen Tierschutzaufgaben setzen sich der Tierschutzverein und seine ehrenamtlichen Helfer in zahlreichen Tierschutzprojekten nachhaltig für das Wohl der Tiere ein. Somit erhalten Igel hier einen Platz zum Winterschlaf oder Schwäne und andere Wildtiere eine Chance auf Genesung nachdem sie Verletzungen erlitten haben. Mit der Ernennung zur Wildtierepflegesation wurde diese Arbeit auch amtlich anerkannt. Im Jahr 2002 hat der Verein aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf die Stiftung ‘Tieren ihr Leben’ gegründet. Die Stiftung soll einen Beitrag für eine neue Kultur des Umgangs zwischen Mensch und Tier  und für einen kreativen, doch auch behutsamen, Umgang mit der natürlichen und sozialen Mitwelt leisten. Tierfreunden wird hier die Möglichkeit geboten durch Zustimmungen und zweckgebundene Zuwendungen eine nahhaltige Förderung des Tierschutzes zu unterstützen.

Eichhörnchen – Hilfe Berlin/Brandenburg e.V.


Da jedes Jahr von Frühjahr bis Herbst verwaiste und verletzte Eichhörnchen-Nestlinge von aufmerksamen Menschen gefunden werden, wo auch durchaus verletzte ausgewachsene Eichhörnchen gefunden werden, hat sich die Eichhörnchen – Hilfe Berlin/Brandenburg e.V. gegründet um nicht nur als Kontakt- und Beratungsstelle Fragen rund um Eichhörnchen zu beantworten, sondern sich auch um jene aufgefundenen Tiere zu kümmern. Das war ursprünglich auch die Hauptaufgabe des gemeinnützigen Vereins: das Aufziehen verwaister Jungtiere, die Rehabilitation auch von erwachsenen Eichhörnchen und die anschliessende Auswilderung. Je nach Auslastungs- und Auswilderungskapazitäten kann nur eine begrenzte Anzahl von hilfsbedürftigen Eichhörnchen aufgenommen werden und mittlerweile steht die Aufklärung über die Lebensweise und Bedürfnisse der Eichhörnchen sowie der Beratung der Betreuer und Finder im Vordergrund der Tierschutzarbeit der Eichhörnchen – Hilfe. Aufgenommene verwaiste Jungtiere werden von den ehrenamtlichen Mitarbeitern des Vereins selbst aufgezogen und die verletzten Eichhörnchen unter tierärztlicher Betreuung gepflegt. Um sie schliesslich wieder an ihre natürliche Umgebung zu gewöhnen, damit die Eichhörnchen wieder in die Freiheit ausgewildert werden können, leben sie nach ihrer Genesung und erfolgreichen Aufzucht in grossen Gartenvolieren. Um mehr Kenntnisse über unsere einheimischen Eichhörnchen zu verbreiten, betreibt der Verein viel Informations- und Aufklärungsarbeit under anderem an Schulen, sodass auch Kinder näher an die Tierart und darüber auch  an die Natur mit ihren Zusammenhängen herangeführt werden.

Tierschutzinitiative Alter Hund – na und?

Die Tierschutzinitative Alter Hund – na und? setzt sich mit seiner Tierschutzarbeit vor allem für alte Hunde ein, da diese es in der Regel am schwersten haben allein aufgrund ihres Alters noch ein neues Zuhause zu finden, wenn sie aus den unterschiedlichsten Gründen im Tierschutz abgegeben wurden. Hierbei klärt die Initiative genau darüber auf, wie alt ein Hund durchschnittlich werden kann und dass manche Hunderassen älter werden als andere. Mit der richtigen Ernährung und einem guten sozialen Umfeld kann man alten Hunden durchaus noch einige schöne Jahre auf ihre alten Tage bescheren. Der andere Vorteil in der Adoption älterer Hunde liegt auch darin, dass sie wesentlich ruhiger sind und nicht mehr so sehr auf Aktion aus sind wie in jüngeren Jahren, was sie letztlich auch zu perfekten Begleitern für ältere Menschen macht. Im Endeffekt sollte das Alter eines Tieres eigentlich egal sein, so lange man einem Lebewesen ein lebenswertes Leben schenken kann. Auf der Homepage der Initiative finden Sie umfangreiche Tipps und Tricks für das Leben mit einem alten Hund.

 

Ein Freund fürs Leben e.V.

Ein Freund fürs Leben e.V. wurde im April 2011 in Berlin gegründet. Die Idee zur Gründung des Vereins entsprang aus zwei privaten Tierschutzinitiativen in Berlin-Zehlendorf, die bereits über mehrere Jahre herrenlose Katzen und Hunde in ein neues Zuhause vermittelt haben. Die meisten Kontakte zu den spanischen Partnerorganisationen stammen noch aus dieser Zeit. Der Verein vermittelt insbesondere Tiere, die bereits von seinen spanischen oder anderen Tierschutzfreunden in Obhut genommen wurden und in ihrem Heimatland nur wenig Aussicht auf eine Vermittlung haben. So hilft der Verein damit den Tieren und den spanischen Tierschutzorganisationen, deren Auffangstationen regelmäßig überfüllt sind und die daher dringend auf Vermittlungen ins Ausland angewiesen sind. Ziel des Vereins ist es, ein gutes und artgerechtes Zuhause für seine Schützlinge zu finden und eine gelungene Mensch/Tier-Partnerschaft zu initiieren. Auf den Seiten der Vereinshomepage werden Ihnen einige der aktuellen Vermittlungstiere vorgestellt. Hierbei handelt es sich um Hunde und Katzen, die sich (noch) im Ausland befinden, oder Tiere, die sich bereits in privaten Pflegestellen in Deutschland befinden und dort auf ihre Vermittlung warten. Außerdem finden Sie auf der Homepage des Vereins auch einige Tiere aus anderen Tierschutzorganisationen, denen Vermittlungshilfe geleistet wird.

Aktion tier – menschen für tiere e.V.

Aktion tier – menschen für Tiere hat sich zur Aufgabe gemacht, Tierschutzarbeit von einem anderen Punkt anzugehen, und zwar zunächst in der präventiven Aufklärungsarbeit, da Tierschutz eigentlich nicht erst in einem Tierheim anfängt, sondern in den Köpfen der Menschen, wo die Ursachen liegen für vorhandene Missstände liegen. Allein die überfüllten Tierheime Deutschlands sind bereits eine Reflexion des derzeitig vorherrschenden Konsumverhaltens und des unüberlegten Handelns. Tiere werden sich oft angeschafft, ohne sich der Verantwortung zu ihnen im Klaren zu sein und so stehen Tierheime als eine legitime Abgabestation nicht mehr gewollter Tiere da, was nicht der Sinn für das Bestehen von Tierheimen ist. Durch seine 4.000 – 5.000 Aufklärungsaktionen in ganz Deutschland versucht der Verein das persönliche Gespräch mit Passanten zu suchen, um sie zum Denken anzuregen, was die Konsequenzen des eigenen Handelns sind – ganz gleich ob man sich ein Haustier anschafft oder welche Eier man im Supermarkt kauft. Dazu verteilt der Verein aufklärende Informationsbroschüren zu verschiedenen Tierschutzthemen. Tierheime möchte der Verein aus Prinzip nicht bauen, es ist weit wichtiger, dass sich das Verhalten der Menschen in der sogenannten Wegwerfgesellschaft ändert. Allerdings unterstützt der Verein durch verschiedene Projekte bestehende Tierschutzvereine und auch Tierheime, um bereits vorhandenes Tierleid zu lindern. Ebenfalls bietet der Verein mit seinem Webtierheim an ein Tier aus dem Tierschutz von einer seiner unterstützten Organisationen zu adoptieren. Weiterhin bietet Aktion tier – menschen für tiere e.V. Tierschutzunterricht an, da besonders Grossstadtkinder in der Regel kaum jeglichen Bezug zur Natur und zu Tieren haben. Er bietet Schulen und Kindergärten in Form von Unterrichtseinheiten, Projekten oder auch Ausflügen Tierschutz den Kindern im Lernalter nahe zu bringen. Auf der Homepage des Vereins werden Ihnen nicht nur seine Kooperationspartner im In- und Ausland vorgestellt, sondern auf zahlreiche Informationen rund ums Tier ob zu bestimmten Krankheiten von Katzen, illegalem Welpenhandel oder Massentierhaltung und vielem weiteren mehr zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen erhalten Sie sowohl auf der Facebook-Seite als auch der Youtube-Seite des Vereins: https://www.facebook.com/aktiontier; https://www.youtube.com/user/aktiontier

 

Tierschutzverein für Berlin und Umgebung (Tierheim Berlin)

Tierschutz wird in Berlin bereits seit dem Jahr 1841 betrieben, nachdem ein Beamter auf dem Mühlendamm Zeuge von einer Misshandlung eines Kutschpferdes wurde. Dieser gründete direkt den ‘Verein gegen Tierquälerei’ aus dem schliesslich der Tierschutzverein für Berlin und Umgebung entstand, um Grausamkeiten gegen alle Tiere zu verhindern. Im Jahr 1901 wurde durch den Verein schliesslich bereits das erste Tierheim Deutschlands gegründet, das Tierheim Lankwitz. Im Jahr 2001 konnte der Verein sein neues Tierheim in Falkenberg eröffnen, was das größte Tierheim Europas ist, um mehr Fund- und Abgabetieren ein vorübergehendes Zuhause zu bieten. Es verfügt neben Hunde- und Katzenhäusern sowie einem Freigehege für Strassenkatzen auch über eine Reptilien- und Exotenstation, die im Jahr 2009 von einer Affengruppe als Nachkommen ehemaliger Versuchstiere der Charité bezogen wurde, und einer Notaufnahmestation für sogenannte Nutztiere. Derzeitig zu vermittelnde Tiere werden Ihnen auf der Homepage des Vereins vorgestellt, wo Ihnen ebenfalls Termine zu Veranstaltungen des Vereins bekanntgegeben werden. Im Laufe der Jahre hat der Verein sich selbstverständlich auch immer wieder für die Rechte von Tieren zu Demonstrationen auf die Strasse begeben und kämpft gegen die Zucht von Pelztieren, Tierversuche sowie qualvolle Nutztiertransporte. Durch Kontakte mit öffentlichen Ämtern sowie durch gezielte Medienarbeit setzt der Verein sich fortwährend für die Belange von Tieren ein und dem Tier-, Arten- und Naturschutz ein. Des Weiteren setzt der Verein sich für die Strassenkatzen Berlins ein, deren Zahl auf 10.000 geschätzt wird. Diese werden durch die Vereinsmitglieder an Futterstellen betreut und zur Kastration ins Tierheim gebracht. Bereits seit dem Jahr 1928 bietet der Verein ebenfalls seiner Jugendgruppe Interesse am Tierschutz zu wecken und auch Tierschutzunterricht an Schulen und in Kindergärten wird nach wie vor durch den Verein zur frühzeitigen Sensibilisierung der jüngsten Generation auf den Tierschutz angeboten. Weitere Informationen erhalten Sie auch auf den folgenden Seiten zur Tierschutzarbeit des Tierschutzvereins für Berlin: https://www.facebook.com/TierschutzBerlin; https://www.youtube.com/user/tierschutzberlin

 

Samtpfoten Neukölln e.V. (Samtpfoten Neukölln)


Der Tierschutzverein Samtpfoten Neukölln e.V. wurde im Jahr 2006 ursprünglich zum Zweck einer grossen Umsiedelung gegründet. Zum damaligen Zeitpunkt fand im Bereich Diepensee die Umsiedelung eines ganzen Dorfes statt, um Platz für den neuen Berliner Flughafen zu machen. Dort lebten entsprechend auch Katzen, manche wurden vielleicht auch zurückgelassen und diese vermittelte der Verein schliesslich in ein neues Zuhause. Nachdem diese Arbeit abgeschlossen war, setzt sich der Verein fortwährend für den Schutz und die Vermittlung in um Berlin ein. Es handelt sich hier um einen eher kleinen und überschaubaren Verein, der seine aufgenommenen Schützlinge in eigenen Pflegestellen individuell betreut und selbstverständlich bei Bedarf auch tierärztlich versorgen lässt. Auf seiner Homepage werden Ihnen jene Katzen vorgestellt, die sich derzeitig in der Obhut des Vereins befinden und sich auf der Suche nach einem neuen Zuhause befinden. Hier leistet der Verein ebenfalls Vermittlungshilfe von privat zu privat, wenn eine Katze nicht mehr in ihrer gewohnten Umgebung bleiben kann. Zudem erhalten Sie auf der Homepage des Vereis umfangreiche Informationen und Tipps rund um die Haltung von Katzen einschliesslich der artgerechten Ernährung. Gerne steht Ihnen hierzu das erfahrene Team des Vereins auch jederzeit persönlich mit Rat und Tat zur Seite. Weitere Informationen zur Tierschutzarbeit von Samtpfoten Neukölln e.V. erfahren Sie auf seiner
 Facebook-Seite. https://www.facebook.com/Samtpfoten.eV

 

Animals care e.V. (animals care – Tierschutz ohne Grenzen)

Der Verein animals care wurde 2003 in Berlin gegründet um sich ehrenamtlich sowohl im In- als auch im Ausland für in Not geratene Tiere einzusetzen. Beim Auslandstierschutz konzentriert der Verein sich auf die Unterstützung seiner Tierschutzpartner vor Ort durch die Übernahme von Tierarztkosten, Kastrationen sowie das Senden von Futter- und Sachspenden, um den Tieren vor Ort ein etwas besseres Leben zu ermöglichen. Hierbei geht der Verein mit größter Sorgfalt vor und vergewissert sich, dass auch wirklich jeder Cent bei den Tieren ankommt. Vereinzelt übernimmt der Verein Tiere seiner Tierschutzpartner, um Ihnen eine zweite Chance auf ein besseres Leben in Deutschland zu ermöglichen, was ihnen in ihrer Heimat kaum ermöglicht werden kann. In Berlin und Umgebung arbeitet der Verein gerne mit anderen Vereinen zusammen, um zum Wohle in Not geratener Tiere Zeit und Wege zu ersparen. Hier nimmt der Verein zudem in Not geratene Hunde, Katzen und Kleintiere auf oder bietet Vermittlungshilfe, um jedem Tier ein neues passendes Zuhause zu finden. Auf seiner Homepage stellt der Verein aktuell zu vermittelnde Tiere vor. Hier erhalten Sie zudem weitere Informationen zu seinen Tierschutzpartnern und seinen Projekten.