Können Katzen und Vögel zusammen gehalten werden?

Der Löwe legt sich gelegentlich mit dem Lamm hin, aber so setzt das kluge Geld nicht auf die Interaktion. Jedes Mal, wenn Sie Raubtiere und Beute in die Nähe bringen, sollten Sie nicht überrascht sein, wenn eines oder beide Haustiere beim Tierarzt landen. Oder schlimmer.

Die einzige Möglichkeit, absolut sicher zu sein, dass Ihre Katzen einen Vogel nicht verletzen, ist, keinen zu bekommen. Auf der anderen Seite gibt es viele Familien, die verschiedene Haustierarten in ihrem Haushalt haben. Sie tun dies jedoch nicht erfolgreich, ohne sehr sehr vorsichtig mit allen Interaktionen umzugehen.

Sicherheit mit der Trennung

Wenn Sie sich für einen Vogel entscheiden, besteht der sicherste Weg, Ihre Haustiere zusammen zu halten, darin, sie voneinander zu trennen. Das ist relativ einfach mit kleinen Tiervögeln wie Finken und Kanarienvögeln zu tun, die sich normalerweise nicht umgreifen lassen und ihr Leben in ihren Käfigen verbringen.

Papageien sind nicht so; Sie sind am glücklichsten, wenn sie mit Menschen zusammenleben, die mit ihnen interagieren und ihnen viel Zeit außerhalb ihrer Käfige geben, um ihren Lebensraum zu erkunden und zu spielen. Je nach Größe und Grundriss Ihres Hauses kann es fast unmöglich sein, Ihre Katzen und Ihren Papagei auseinander zu halten.

Sie sind möglicherweise noch in Ordnung, wenn Ihre Katzen einigermaßen entspannt sind. Einige Katzen möchten lieber ein Nickerchen machen als jagen, und wenn Ihre Katzen so sind, kann ein Spritzen aus einer Sprühflasche mehr als genug sein, um jegliches Interesse zu löschen, das Ihre Katzen an Ihrem neuen Haustier haben. Bis sich Verhaltensmuster etabliert haben, wird Ihr Vogel jedoch am besten im Käfig gehalten. Und auch wenn Sie sich ziemlich sicher sind, dass Ihre Katzen sich frei bewegen werden, sollten Sie den Papagei besser in seinem Käfig oder in einem Raum aufbewahren, der für Ihre Katzen verboten ist, wenn Sie nicht in der Nähe sind.

Handeln Sie im Falle von Bissen

Sie denken, ein Papagei – zumindest die größeren Arten wie Aras – wären mehr als in der Lage, sich selbst zu wehren, aber selbst ein kleiner Biss oder ein Kratzer von einer Katze kann zu einer tödlichen Infektion führen. Wenn alle Ihre Vorsichtsmaßnahmen eine Verletzung nicht verhindern, bringen Sie Ihren Vogel jedoch unverzüglich zu Ihrem Tierarzt.

Selbst wenn die Wunden geringfügig erscheinen, könnte Ihr Vogel an einer Infektion sterben, ohne dass Sie merken, dass er krank ist. In der Wildnis werden Vögel, die scheinbar krank sind, bald von Raubtieren ausgesucht, die nach dem Mittagessen suchen. Wenn ein Vogel krank genug ist, um seine Schutzmaßnahmen sinken zu lassen, ist er möglicherweise zu krank, um ihn zu retten. Geben Sie Ihrem Vogel eine Chance. Ihr Tierarzt kann den Schaden beurteilen und Ihren Vogel mit einem Antibiotikum gegen Infektionen bekämpfen.

8 Tipps für glückliche Vögel daheim

In der Freiheit suchen Vögel nach Nahrung, dem perfekten Ort ein Nest zu bauen und verbringen gerne viel Zeit untereinander. Es sind soziale Wesen. Doch zu Hause als Haustier sind Vögel oft lange Zeit sich in einem Käfig allein überlassen. Diese Art der Vernachlässigung, auch wenn nicht absichtlich oder wissentlich, sowie Langeweile kann zu zahlreichen emotionalen Problemen bei einem Vogel führen.

Zahlreiche Vögel kommen im Tierschutz mit Verhaltensproblemen an, was es schwierig gestaltet, ihnen ein gutes neues Zuhause zu finden. So finden Papageien und andere Vogelarten wie Wellensittiche und Kanarienvögel mittlerweile immer öfter den Weg in ein Tierheim oder mit Glück auch zu einer auf Vögel spezialisierten Tierschutzorganisation.

Je besser Sie Ihren Vogel verstehen lernen, umso besser können Sie ihm ein wunderbares erfülltes Leben ermöglichen. Mit diesen 8 Tipps sollte auch Ihnen das im Handumdrehen gelingen:

  1. Ermöglichen Sie Ihrem Vogel so viel Zeit ausserhalb des Käfigs wie möglich – Wenn möglich, gestalten Sie einen Raum in Ihrem Zuhause ganz für Ihren Vogel, in dem er sich jederzeit frei bewegen kann. Das bedeutet allerdings auch den Raum vogelsicher zu machen. Denken Sie daran, dass Vögel gerne auch an Kabeln knabbern sowie an Tapete oder gar an Möbeln. Decken Sie jegliche empfindliche Oberflächen ab. Sollte es Ihnen nicht möglich sein, einen Raum für ganz für Ihren Vogel herzurichten, planen Sie alternativ so viel Zeit wie möglich ein, in der Sie Ihren Vogel frei in einem Raum herumfliegen lassen. Denken Sie vorher dran, stets Fenster und Türen geschlossen zu halten.
  2. Kaufen Sie den größten Käfig, den Sie sich leisten können – Ein Käfig kann für ein geflügeltes Wesen niemals zu gross sein. Die Groesse des Käfigs sowie dessen Sauberkeit stehen in direkter Verbindung zur Gesundheit Ihres Vogels. So sollte der Käfig gross genug sein, dass Ihr Vogel sich darin mit klettern und fliegen beschäftigen kann. Es ist ebenso empfehlenswert den Käfig in einen Teil Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses zu stellen, an dem Sie sich oft aufhalten, sodass Ihr Vogel Sie bei Aktivitäten mit der Familie beobachten kann und die Möglichkeit hat oft mit Ihnen zu interagieren.
  3. Ermuntern Sie Ihren Vogel zur Nahrungssuche – in der Freiheit verbringen Vögel sehr viel Zeit mit der Nahrungssuche, Papageien beispielsweise ganze 50 – 70 % ihres Tages. Um Ihrem Vogel eine ähnliche Möglichkeit zu bieten, um ihn zu motivieren etwas zu tun, eignen sich Hirsekolben im Käfig aufzuhängen oder kleine Spielzeuge, in denen Futter versteckt wird, die er sich herausholen muss. Sie könnten beispielsweise den Napf auch immer an anderen Stellen im Käfig hinhängen und den auch mit einem Stück Papier abdecken, sodass beim Fressen auch ein bisschen Spiel und Spannung dabei ist.
  4. Bieten Sie verschiedene Spielzeuge an – Spielzeuge für Ihren Vogel kann man relativ einfach aus Seilen und Holz basteln, im Handel gibt es auch Spielzeuge aus Plastik. Achten Sie jedoch bitte darauf, dass sich an dem Spielzeug keine kleinen Teile befinden, die Ihr Vogel leicht versehentlich verschlucken oder sich an seinen Krallen verletzen könnte. Damit ihm keine Langeweile aufkommt, tauschen Sie die Spielzeuge einfach alle 2 – 3 Wochen aus.
  5. Befriedigen Sie das natürliche Bedürfnis Ihres Vogels zu kauen – Vögel haben einen angeborenen Instinkt Dinge zu entdecken und auch an ihnen zu knabbern. Bieten Sie ihm daher ein paar Naturzweige oder kleine Kartonboxen im Käfig an, mit denen er sich beschäftigen kann.
  6. Bieten Sie eine gute Mischung aus natürlichem und frischem Futter – Obst und Gemüse eigenen sich hervorragend für eine ausgewogene Ernährung Ihres Vogels. So hat Ihr Vogel einerseits ein bisschen Auswahl und andererseits eine nährstoffreiche Ernährung. Mais, Brokkoli, Erbsen und Möhren eignen sich hier beispielsweise ganz gut. Während für Vögel das meiste Obst in kleinen Mengen ungefährlich ist, sollten allerdings ein paar Kleinigkeiten beachtet werden: Apfelspalten sind an und für sich sehr gesund für Ihren Vogel, die Kerne sollten aber immer entfernt werden. Diese enthalten nämlich Zyanid. Kerne von Pflaumen, Kirschen, Pfirsichen und Aprikosen enthalten ebenfalls Zyanid und sollten Ihrem Vogel nicht mit angeboten werden. Also ganz einfach vorher ein bisschen Obst klein schneiden und den Kern direkt entfernen.
  7. Bieten Sie Ihrem Vogel Beschäftigungsspielzeug – Hiermit sind besonders jene gemeint, bei denen Ihr Vogel etwas lernen muss, um an leckeres Futter ranzukommen. Wunderbar eignet sich hier beispielsweise ein Futterrad, bei dem Ihr Vogel das Rad drehen muss, bevor er am Ende aus einem kleinen Fach mit einem Leckerchen belohnt wird. Es gibt auch Spielzeuge, bei denen Ihr Vogel ein Puzzle lösen muss, andere bringen Ihrem Vogel einen neuen Trick bei.
  8. Nehmen Sie Ihren Vogel mit nach draussen – Sofern Sie die Möglichkeit haben auf einem Balkon oder einer Terrasse, stellen Sie dort bei gutem Wetter Ihren Vogel im Käfig hin. Vögel lieben es, ein wenig draussen an der frischen Luft zu sein und das Sonnenlicht ist gut für Ihre Gesundheit. Es bietet sich jedoch auch an, ein Vogelgehege auf einer Terrasse herzurichten, welches für Ihren Vogel ausbruchsicher ist. So kann er sich ein wenig an der frischen Luft frei bewegen und gleichzeitig gemeinsame Zeit mit Ihnen verbringen.

11 Tipps für Ihr Haustier an heissen Sommertagen

Heisse Sommertage können auch sehr schnell ein Gesundheitsrisiko für die lieben Haustiere werden. Wir Menschen haben Schweißdrüsen, über die wir uns versuchen abzukühlen, doch verfügen Katzen, Kleintiere sowie Vögel über keinerlei Schweißdrüsen. Sobald die Grade draussen ansteigen merken auch wir Menschen schnell wie anspruchsvoll die Hitze für unseren Kreislauf ist. Im schlimmsten Fall erleiden wir einen Hitzschlag, den jedoch auch ihr geliebtes Haustier schneller ereilen kann, als Sie vermutlich ahnten.

Hunde versuchen sich Abkühlung durch Hecheln zu verschaffen. Ist es zu heiss, braucht auch Ihr Freund fürs Leben an Ihrer Seite ein wenig Hilfe. Katzen hingegen haben diesen Mechanismus zum hecheln nicht. Hecheln bei Katzen ist für gewöhnlich ein Symptom einer Herzschwäche. Wenn es zu warm für Ihre Samtpfote ist, mag es sein, dass sie auch beginnt zu hecheln und spätestens dann sollten Sie Vorsichtsmassnahmen zur Abkühlung einleiten. Auch Kleintieren sowie Voegeln kann mit wenigen Handgriffen die Sommerhitze erträglicher gemacht werden.

  1. Verlegen Sie die Gassirunden mit Ihrem Hund auf die frühen Morgenstunden und auf den späteren Abend
  2. Vermeiden Sie es, dass Ihr Hund auf heissem Untergrund, wie durch die Sonne aufgeheizte Gehwege, laufen muss. Sie können ihm auch kleine Stulpen anziehen, damit er sich keine Verbrennungen einfängt. Jene, die es im Winter zu kaufen gibt, um die Pfoten vor ausgestreutem Salz zu schützen, tun auch hier im heissen Sommer einen guten Dienst.
  3. Legen Sie feuchte Handtücher oder spezielle Kühlmatten aus, auf denen Ihr Hund oder Ihre Katze sich mit Vergnügen zur Abkühlung drauf legen kann. Ebenso eignet es sich, PET-Flaschen mit Wasser zu füllen und einzufrieren, um diese unter der Lieblingsdecke oder unter einem Handtuch in den Lieblingskuschelplatz Ihres Hundes oder Ihrer Katze zu legen.
  4. Fügen Sie dem Trinkwasser Ihres Hundes oder Ihrer Katze ein paar Eiswürfel hinzu. Oder machen Sie Eis für Ihre Hund und Ihre Katze: Frieren Sie abgekochte Hühnerbrühe in einem Eiswuerfelbehälter ein und bieten Sie dies als erfrischendes Schleckerlebnis.
  5. Basteln Sie für Ihre Katze einen ‘Kühlschrank’. Hierzu verwenden Sie ebenfalls mit Wasser gefüllte PET-Flaschen, die sie eingefroren haben und schliesslich in einen Karton stellen. Eine genaue Anleitung zum Bau eines Katzenkühlschranks finden Sie bei Katzen-Fieber.de
  6. Kleintiere sowie Vögel sollten Sie an den heissen Sommertagen möglichst in Ihrem Käfig drinnen an einem schattigen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung halten.
  7. Legen Sie ein feuchtes Tuch über den Käfig von Ihren Kaninchen, Vögeln, Meerschweinchen oder anderen Nagern.
  8. Platzieren Sie eine über Nacht gefrorene PET-Flasche, die Sie mit Wasser gefüllt haben, oder einen Kühlakku in einem Tuch eingewickelt in den Käfig Ihres Kleintieres. Alternativ legen Sie eine alte Fliese zum Abkühlen in den Käfig.
  9. Besonders Vögel mögen nun ebenfalls eine Abkühlung in einem Vogelbad, bieten Sie Ihrem Vogel entsprechend nun rund um die Uhr Ihr Wasserhäuschen mit freiem Zugang an.
  10. Sprühen Sie zimmerwarmes Wasser auf Ihren Vogel, ein Zerstäuber oder eine Sprühflasche zur Benetzung von Pflanzen eignet sich hier sehr gut.
  11. Vor allem bieten Sie Ihren Tieren bitte jederzeit frisches Wasser zum Trinken an, platzieren Sie auch gerne mehrere Wasserstellen, an denen sich hier Haustier im Käfig oder auch in der gesamten Wohnung bedienen kann. Wichtig ist an heissen Sommertagen auch viel Futter mit einem hohen Feuchtigkeitsgehalt zu bieten, d.h. Nassfutter für Ihren Hund oder Ihre Katze, gerne auch mit einem extra Schuss Brühe. Meerschweinchen freuen sich über Gurken oder Trauben zum knabbern, Kaninchen über eine extra Portion frische Salatblätter.

Sobald Sie Anzeichen eines Hitzschlags bei Ihrem Haustier erkennen, suchen Sie bitte umgehend den nächsten Tierarzt oder Tierklinik auf. Wickeln Sie Ihren Liebling jedoch niemals in ein feuchtes Tuch ein oder legen Sie ein feuchtes Tuch auf ihn drauf, ganz gleich, ob Sie einen Hund, eine Katze oder einen Vogel oder ein andere Kleintier haben. Dadurch verschlimmern Sie eher Symptome eines Hitzschlags, da die Luft unter dem feuchten Tuch auf Ihrem Liebling nicht mehr zirkulieren kann und sich noch mehr Wärme anstaut.