Würzburg

Verein öffentliche Zuschüsse Kapazität Aufgenommene Tiere
Vox Animalis e.V. nein ca. 30 Hunde, 10 Katzen in Pflegestellen in D Hunde, Katzen
Hundehilfe Mariechen e.V. nein ca. 20 Hunde Hunde
Mainfränkischer Tierschutz e. V. (Katzenhilfe Würzburg) nein ca. 40 Katzen Katzen
Tierschutzverein Würzburg e.V. ja ca. 40 Hunde, ca. 50 Katzen, 80 Kleintiere Hunde, Katzen, Kleintiere, Exoten, Vögel

In Würzburg gibt es vier Tierschutzvereine, zwei davon engagieren sich im Auslandstierschutz, die anderen zwei im Tierschutz vor Ort in Würzburg, wobei nur einer dieser Vereine durch öffentliche Zuschüsse zur Versorgung und Unterbringung von Fundtieren unterstützt wird, während sich alle anderen Vereine komplett selbst mit Mitlgliedsbeiträgen oder Spenden durchkämpfen müssen.

Der Tierschutzverein Würzburg besteht bereits seit dem Jahr 1878 und finanziert sich neben einem kleine Zuschuss der Kommune nur durch Spenden und Mitgliedsbeiträge. Aus einem anfänglich kleinen Tierheim ist ein recht grosses Tierheim geworden mit 3 Hundehäusern, einem zweistöckigen Katzenhaus, ein Kleintierhaus sowie ein Pavillon für Kleintiere und eine Vogelvoliere neben grossen Freigehegen. Das Tierheim bietet auch an Tiere während der Urlaubszeit in Pension zu nehmen und bietet ausser einer Haundeschule zahlreiche Tipps zur Kleintierhaltung. Ein paar Veranstaltungen werden auch vom Tierheim organisiert, wie die Hundwanderung, der Tag der offenen Tür und einem Weihnachtsbaumverkauf.
Das Tierheim hat Größtenteils einen recht guten Ruf und achtet sehr darauf, wo ein Schützling hin kommen soll, was letztlich auf nicht ganz so grosse Begeisterung von Interessenten stösst, wenn sie ein Student sind oder keine 80€ an Schutzgebühr zahlen können. Es ist von daher ganz falsch nicht, dass das Tierheim kein Tier abgibt, wenn man die Schutzgebühr nicht zahlen kann, da man schliesslich auch bereits bedenkt, was passieren würde, wenn das Tier erkrankt und ein potentieller Halter bereits kein Geld für eine Schutzgebühr hat. Die Mitarbeiter sind sehr freundlich und bemüht und das Wohl der Tiere.

Die Katzenhilfe Würzburg des Mainfränkischen Tierschutzes entstand aus einem Zusammenschluss zweier Vereine, da die anfänglich informative und politische Arbeit nicht mehr neben dem praktischen Tierschutz zu bewältigen war. Die Katzenhilfe betreut verschiede Futterstellen für rund 200 wild lebende Katzen im Raum Würzburg und unternimmt ebenfalls Einfangaktionen von Katzen zum Kastrieren, sofern der Verein Hinweise erhalten hat. Der Verein arbeitet rein ehrenamtlich und des öfteren greifen die aktiven Mitglieder in die eigene Tasche, andernfalls ist der Verein auf Spenden angewiesen, der immerhin allein im Jahr 2014 insgesamt 722 Katzen hat kastrieren lassen. Der Verein informiert mit vielen Informationen zur Haltung von Katzen und ist auch bei zahlreichen Aktionen oder eigenen Veranstaltungen wie zum Beispiel Tombolas zugunsten der Katzenhilfe aktiv.

Hundehilfe Mariechen und Vox Animalis konzentrieren ihre Tierschutzarbeit auf das Ausland. Während die Hundehilfe Mariechen sich in Italien und Spanien engagiert, ist Vox Animalis in Kroatien zugange mittels Sammlung von Spenden für die Tierschutzpartner vor Ort und Vermittlung von Tieren nach Deutschland, die in den jeweiligen Ländern sehr geringe bis gar keine Vermittlungschancen haben. Die Hundehilfe Mariechen hält einmal monatlich einen Stammtisch, bei dem gerne Interessenten und Tierbesitzer willkommen sind. Auch ist der Verein bei der Charity Pot Aktion von Lush bereits dabei gewesen und bemüht sich mit weiteren Aktionen in der Öffentlichkeitsarbeit.

Würzburg scheint mit seinem vorhandenen Tierschutz recht gut abgedeckt zu sein, sodass es kaum Baustellen gibt, in denen man in der Richtung des Tierschutzes weiter arbeiten könnte. Öffentlchkeitsarbeit wird viel gemacht, ausser von einem Verein: Vox Animalis. Entsprechend sollte dieser Verein sich um etwas mehr Öffentlichkeitsarbeit bemühen, um mehr Menschen auf das Schicksal der Tiere in Kroatien aufmerksam zu machen. Ebenfalls ist es lobenswert, dass auch In Würzburg andere Menschen auf die Idee kommen Aktion zugunsten ansässiger Tierschutzvereine durchzuführen und diese damit zu unterstützen.

Mainfränkischer Tierschutz e.V. (Katzenhilfe in und um Würzburg)


1988 wurde der Verein ‘Menschen für Tierrechte Würzburg e.V.’ gegründet, um mitzuhelfen, den theoretisch-politischen Tierschutz voranzutreiben. Es war der erste eingetragene Verein dieses Namens in Deutschland. Seit Anfang an wandten sich Menschen Hilfe suchend an uns, die ausgewilderte, herrenlose Katzen füttern und nicht wussten, wie sie sie zum Kastrieren bringen und wo sie die verwaisten ‘wilden’ Babies unterbringen können. Dies zählt zur praktischen Tierschutzarbeit. Die ersten Jahre war es kein Problem, die theoretisch-politische und die praktische Tierschutzarbeit gleichzeitig zu bewältigen. Mit den Jahren nahm der praktische Tierschutz ‘Katzenhilfe’ so stark überhand, dass es einer Änderung bedurfte. Der Würzburger Verein ‘Menschen für Tierrechte’ schloss sich dem Nürnberger Verein gleichen Namens an. So gab es ab 1996 zwei Arbeitsgruppen in Würzburg, die zum Verein in Nürnberg gehörten. Die Gruppe für den theoretisch-politischen Tierschutz nannte/nennt sich weiter Menschen für Tierrechte’, die Gruppe für den praktischen Tierschutz nannte sich ‘Katzenhilfe in und um Würzburg des Vereins Menschen für Tierrechte Nürnberg. e.V.’. Die ‘Katzenhilfe Würzburg’ ist eine kleine Gruppe von Frauen und – falls vorhanden – deren Lebensgefährten, die sich seit Jahren in Mainfranken für eine verbesserte Lebensqualität der Hauskatzen engagiert. Das heisst, je weniger Katzen geboren werden, desto weniger Katzenelend gibt es. Durch dieses ständig steigende Engagement der ‘Katzenfrauen’ passte die Katzenhilfe mit ihrer praktischen Tierschutzarbeit nicht mehr in die Satzung des Vereins ‘Menschen für Tierrechte Nürnberg e.V.’ .Am 29.05.2003 wurde deshalb der Verein ‘Katzenhilfe in und um Würzburg, Mainfränkischer Tierschutz e.V. gegründet. Die Katzenfrauen werden weiterhin dazu beitragen, die Not von Hauskatzen zu mildern. Die mit der Katzenhilfe zusammenarbeitende Tierärztin meinte, was Katzen angeht, hätte man in Mainfranken südländische Verhältnisse. Die Tierarztkosten sind beträchtlich und der ‘Katzenfang’ benötigt viel Zeit, weshalb sich die Katzenhilfe nur einschalte, wenn sie um Hilfe gebeten wird. So werden aber weiterhin die verwilderten Hauskatzen durch die Katzenhilfe an Futterstellen betreut. Im Durchschnitt kann der Verein pro Jahr 400 Katzen und 300 Kater kastrieren lassen, rund 250 Katzen kann der Verein pro Jahr an tierliebe Menschen vermitteln.

Tierschutzverein Würzburg e.V. (Tierheim Würzburg)


Die Gründung des Tierschutzvereins Würzburg e.V. erfolgte vor über 135 Jahren im Jahr 1878 von einigen “hochwohllöblichen Herren“. Seinerzeit konzentrierte sich die Tierschutzarbeit des Vereins auf Reit- und Zugtiere sowie Schlachtvieh. Heute hat vor allem der Betrieb des eigenen Tierheims oberste Priorität des Tierschutzvereins, um in Not geratenen Tieren eine Zuflucht bieten zu können. Ende der 1950er/Anfang der 1960er Jahre konnte der Verein von der Stadt ein Grundstück übernehmen, das relativ ruhig liegt. Dem Tierheim-Team ist es gelungen einen regelrechten Schichtbetrieb für das Tierheim zu organisieren, so dass dem Tierheim möglich ist, es 24 Stunden am Tag besetzt zu halten und für dringende Falle ein Fahrzeug zur Verfügung zu haben. Aus den ehemals bescheidenen Anfangen ist inzwischen ein richtig grosses Tierheim entstanden, welches in Insiderkreisen als Vorzeigebetrieb gilt. Alle Quartiere für die Schützlinge sind nach neuesten Hygieneerfordernissen gebaut, wobei Katzen einen wunderbaren gesicherten Aussenbereich an ihrem zweistöckigen Katzenhaus zur Verfügung haben, in dem sie sich nach Herzenslust bewegen können. Hunde haben an ihren drei Hundehäusern die gleiche Gelegenheit in großzügigen Freigehegen und auch die Kleintiereinrichtungen in einem Pavillon und einer Vogelvoliere werden den Tieren für die Dauer ihrer Aufenthalts gerecht. Die Anlage wird schliesslich durch ein Becken für Wasservögel ergänzt und 10 weitere Freigehege, die frei nach Bedarf als zusätzliche Ausläufe genutzt werden können. Die Tierschutzarbeit des Tierschutzvereins Würzburg erstreckt sich jedoch weit über die Regionsgrenzen hinaus, wie man an der engagierten Zusammenarbeit mit rumänischen Tierschützern sehen kann.

Menschen für Tierrechte Würzburg


Ein bislang beispielloses Hundemorden wurde in Rumänien entfesselt, als ein 4-jähriger Jungen, der laut Medienberichten 45 Minuten von der Großmutter unbeaufsichtigt, in einem zu einem Park angrenzenden Brachland, angeblich von Hunden getötet wurde. Bei aller Trauer um diesen schlimmen Vorfall setzte in den Folgetagen eine bislang auch für rumänische Verhältnisse beispiellose Hatz und mediale Hetzkampagne gegen Straßenhunde ein. Die Politiker haben geschickt die aufgestaute Wut vieler Rumänen gegen Korruption und die schlechte wirtschaftliche Situation auf die Straßenhunde in Rumänien übertragen und somit frustrierten Menschen ein Ventil gegeben, ihrem Zorn freien Lauf zu lassen. Am Folgetag der Tragödie wurde die Regierung gedrängt eine Notfall-Verordnung zu erlassen, welche die Tötung aller Straßenhunde vorsieht. Daraufhin hat das rumänische Parlament einem Gesetz zugestimmt, dass die Tötung der Hunde in Tierheimen nach 14 Tagen Aufenthalt erlaubt. Das war der Freifahrtschein für Tierquäler und Profiteure aus dem Umfeld der so genannten Tierfänger-Mafia in Rumänien. Diese Tierfänger-Mafia hält die Straßenhunde-Population künstlich hoch und torpediert jede sinnvolle Form der Populationskontrolle (Kastrieren und Wiederaussetzen), da es bei der „Hundefängerei mit Entsorgung“ um ein Millionengeschäft geht und in der Realität bedeutet das den staatlich legitimierten Massenmord an Rumäniens Straßenhunden. Tierschützer in aller Welt hatten gehofft, dass der rumänische Verfassungsgerichtshof, wie schon einmal vor zwei Jahren, eine Massentötung von Streunern für nicht gesetzeskonform erachten würde – leider umsonst. Hunde vegetieren in den Heimen ihrem unweigerlichen Ende entgegen, darunter auch Welpen, trächtige Hündinnen, bereits von Tierschutzorganisa-tionen kastrierte Hunde, alte, kranke und geschwächte Tiere…Die Hunde werden dort nun gnadenlos bejagt, verfolgt, gequält und auf fürchterliche Weise bis in den Tod misshandelt. Das gesamte Team des Tierschutzvereins Würzburg e.V. hat nicht gezögert und den rumänischen Tierschützern sofort seine Hilfe zugesagt. Diese kämpfen vor Ort um jeden Hund, der noch auf der Straße lebt oder bereits in einer der staatlichen Aufbewahrungsanlagen ist. Die Tierschützer lösen Hunde von dort aus und bringen sie in Pensionen oder private Pflegestellen. Diese betreuen die Tiere unter stark erschwerten Bedingungen oder sogar heimlich, denn sie werden von ihrem Umfeld schikaniert oder gar denunziert, weil sie den Tieren helfen. Die rumänischen Tierschützer haben um Fassung gerungen, als der Tierschutzverein Würzburg Hilfe anbot: „Bringt uns Hunde! Wenigstens eine kleine Hand voll Tiere können wir retten, leider nicht alle.“ Durch die Übernahme dieser Hunde ist den rumänischen Tierschützern in zweierlei Hinsicht geholfen. Sie können unbesorgt ihre Schützlinge in erfahrene Hände geben, und es werden wertvolle Plätze in Rumänien frei, wo weitere Hunde einen Unterschlupf finden. Der Tierschutzverein mit seinen Vorständen, all seinen Mitarbeitern und vielen ehrenamtlichen Helfern sammeln nach wie vor Geldspenden, die jetzt so dringend in Rumänien benötigt werden. Damit bezahlen die Tierschützer vor Ort die Auslösesumme, die Pensionskosten, die medizinische Versorgung, Kastrationen, Impfungen und das Futter für die Hunde. Alles Voraussetzungen, um Tiere außer Landes schaffen zu können und somit ihr Leben zu retten.