Wuppertal

Verein öffentliche Zuschüsse Kapazität Aufgenommene Tiere
Zukunftskatzen – Chats de l’avenir e.V. nein begrenzt in Pflegestellen in D Katzen
Streunerhilfe e.V. nein begrenzt in Pflegestellen in D Hunde
Jenseits der Angst – Fellnasen in Not e.V. nein begrenzt in Pflegestellen in D Hunde
Pechpfoten e.V. nein begrenzt in Pflegestellen Hunde, Katzen
Animal Pard Net e.V. nein begrenzt in Pflegestellen in D, eigene Auffangstation Hunde, Katzen
Hundehilfe im Tal e.V. nein begrenzt in Pflegestellen Hunde, Katzen
Tierschutz Pfotenfreunde-NRW e.V. nein begrenzt in Pflegestellen Hunde, Katzen
Katzenschutzbund e.V. Wuppertal ja ca. 20 Katzen in Auffangstation Katzen
Papageienhilfe NRW e.V. nein unbekannt Papageien
Tierschutzverein Wuppertal e.V. nein begrenzt in Pflegestellen Hunde, Katzen

In Wuppertal sind insgesamt ganze zehn Tierschutzvereine ansässig. Von den zehn vorhandenen Vereinen denen drei Vereine Tierschutzaufgaben direkt vor Ort in Wuppertal ab, während drei weitere ihre Aufgabengebiete in ganz Nordrhein-Westfalen sehen. Ein Tierschutzverein engagiert sich zwar auch im Inlandstierschutz, schaut jedoch mehr über Deutschlands Grenzen hinaus und ist somit sowohl im Inlands- als auch im Auslandstierschutz tätig. Drei Tierschutzvereine mit Sitz in Wuppertal engagieren sich ausschliesslich im Auslandstierschutz. Alle Vereine finanzieren sich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen, lediglich einer erhält einen Zuschuss aus öffentlicher Hand, wobei es sich ausnahmsweise nicht um einen Tierschutzverein handelt, der ein Tierheim betreibt, wie es sonst für gewöhnlich der Fall ist. Ein Tierheim gibt es in Wuppertal nicht mehr.

Der Tierschutzverein Wuppertal e.V. betrieb einst das Tierheim Wuppertal, jedoch musste dies geschlossen werden. Ein Schicksal, welches einigen Tierheime in Deutschand betrifft und noch einige weitere Tierheime betreffen wird. Die einstigen übrigen Schützlinge aus dem Tierheim konnten in vereinzelten Pflegestellen untergebracht worden sind sowie weitere neue kranke und alte Tiere. Der Tierschutzverein Wuppertal e.V. bleibt trotz Schliessung des bisherigen Tierheims bestehen, versucht jedoch ein neues Tierheim zu errichten, wofür Spenden gesammelt werden. In der Zwischenzeit widmet der Verein sich weiteren Tierschutzaufgaben in Wuppertal, wie die Betreuung eines Taubenturms mit rund 500 Tauben, Kastration frei lebender Katzen sowie Betreuung von Futterstellen für diese und eben die Aufnahme oben genannter Notfelle, bei denen es sich um kranke oder alte Tiere handelt. Fundtiere nimmt der Verein somit derzeitig nicht auf.
Der Verein erfreut sich bisher durchweg nur positiver Resonanz dank überaus freundlicher und hilfsbereiter Mitarbeiter, die auch im Tierheim die Schützlinge betreut hatten.

Der Katzenschutzbund Wuppertal e.V. betreibt eine eigene Auffangstation für not leidende Katzen und da dort auch vorwiegend Fundkatzen untergebracht werden können, erhält der Verein zur Aufnahme und Versorgung dieser einen Zuschuss zu seiner Finanzierung aus der Kommune. Dies ist somit der bereits erwähnte einzige Verein, der eine finanzielle Unterstützung aus öffentlicher Hand erhält. Ergänzend zum Tierschutzverein Wuppertal e.V. betreut auch der Katzenschutzbund Wuppertal Futterstellen frei lebender Katzen, die ebenfalls zur Kastration oder bei Krankheiten durch den Katzenschutzbund tiermedizinisch betreut werden. Zusätzlich bietet der Katzenschutzbund eine Reihe an wissenswerten Informationen rund um die Katzenhaltung.

Des Weiteren gibt es noch den Tierschutz Pfotenfreunde-NRW. Dieser Tierschutzverein hilft Tieren dort, wo Hilfe benötigt wird. Das bedeutet, das der Verein sich zwar auch in not geratener Tiere und Abgabetiere in Wuppertal annimmt, jedoch auch in der weiteren Umgebung seine Aufgabe sieht. Der Verein ist ebenfalls hin und wieder in der regionalen Presse vertreten. Zusätzlich bietet Tierschutz Pfotenfreunde-NRW mit einer mobilen Tiertafel Hilfe zur Versorgung von Tieren, deren Halter in eine finanzielle Notlage geraten sind, sodass zumindest aufgrund von Futterkosten Tier und Mensch in solch herausfordernden Zeiten nicht getrennt werden müssen.

Weitere Vereine, die Inlandstierschutz mit Sitz in Wuppertal betreiben sind Pechpfoten e.V., Hundehilfe im Tal e.V. und die Papageienhilfe, die die Aufgaben von Tierschutz Pfotenfreunde-NRW im Bundesland Nordrhein-Westfalen ergänzen. Diese Vereine sind gerne auch in einer beratenden Funktion tätig, sofern Probleme mit dem jeweiligen eigenen Tier auftauchen sollten, neben der Aufnahme in Not geratener Tiere. Allerdings bietet lediglich die Hundehilfe im Tal weitere Informationen zu bestimmten Krankheiten.

Auf den In- uns Auslandstierschutz konzentriert ist der Verein Zukunftskatzen – Chats de l’avenir e.V., obschon der Verein sein Hauptaugenmerk auf französische Tierschutzpartner eines kleinen Tierheims in Frankreich legt. In Frankreich gibt es wie in Spanien Tötungsstationen für Tiere. Fundtiere werden in Frankreich dort nur 10 Tage lang bis zu ihrem sicheren Tod ‘aufbewahrt’, sofern sich kein Halter meldet und sein Tier abholt. Tierarztkosten sind in Frankreich um einiges höher als in Deutschland, so ist die Entscheidung vieler Halter dort sehr leicht gemacht sich eines alten oder besonders auch kranken Tieres in einer solchen Station zu entledigen, zumal junge und hübsche Tiere einem dort quasi an jeder Strassenecke nachgeworfen werden und eben lieber zum Tausch neu angeschafft werden. Es gibt nur wenige Tierschützer, die sich in Frankreich engagieren dem entgegen zu wirken und ein Tier aus dem Tierschutz ist für die Menschen dort genauso wenig attraktiv, insbesondere, wenn es vielleicht nicht mehr so schön aussieht. Hin und wieder ist vom Verein etwas in der regionalen Presse zu lesen.

Ausschliesslich dem Auslandstierschutz widmen sich die Streunerhilfe e.V. in Rumänien, Fellnasen in Not e.V. in Griechenland und Animal Pard Net e.V. in Halkidiki (Griechenland). Leider erzählt Fellnasen in Not e.V. recht wenig über sich und seine Arbeit, sodass keine genaueren Informationen preisgegeben werden in welchem Gebiet in Griechenland der Verein sich im speziellen einsetzt, bzw. die Tierschutzpartner vor Ort in Griechenland nicht genannt werden. Dies bezüglich sind sowohl die Streunerhilfe e.V. als auch Animal Pard Net e.V. transparenter. Animal Pard Net e.V. betreibt auf Halkidiki sogar eine eigene Auffangstation als Übergangslösung bis aufgenommene Tiere neu vermittelt werden. Dazu setzt sich der Verein stark vor Ort in Sachen Aufklärungsarbeit der Bevölkerung und Katstrationsaktionen ein.

Obschon es derzeitig leider kein Tierheim in Wuppertal als erste Anlaufstelle für in Not geratene Tiere mehr gibt, bemühen sich die vorhandenen Tierschutzvereine in vielerlei Hinsicht gegenseitig ergänzend um dem Tierschutz in Wuppertal, sodass Wuppertal sehr gut mit den vorhandenen Tierschutzvereinen abgedeckt ist. Lediglich ist auffällig, dass hier in Wuppertal scheinbar Öffentlichkeitsarbeit sehr klein geschrieben wird. Nur wenige Vereine tauchen dann und wann in der regionalen Presse auf, kein einziger Verein scheint eigene Veranstaltungen zu organisieren, um mehr auf sich und die jeweilige wichtige Tierschutzarbeit aufmerksam zu machen. Inwiefern der ein oder andere Verein sich bei lokalen Veranstaltungen durch einen Informationsstand präsentiert, ist unklar. Das alleinige Aufstellen einer Futterspendenbox am Eingangsbereich vereinzelter Supermärkte durch einen Verein reicht leider nicht aus, um mehr Menschen anzusprechen. Ebenfalls fallen weiterführende Informationen zu speziellen Krankheiten oder Haltungstipps sehr marginal aus. Immerhin informiert der Tierschutzverein Wuppertal zusätzlich über aktuelle Tierschutzthemen.

Hundehilfe im Tal e.V.

Die Hundehilfe im Tal e.V. ist ein Tierschutzverein in Wuppertal, dessen Team aus ein paar tierlieben Menschen besteht, die schon länger im Tierschutz aktiv sind bzw. selber Hunde aus dem Tierschutz haben. Das Herz des Vereins schlägt für alle Hunde, die in Not sind – ganz gleich, woher sie kommen. Die Hundehilfe im Tal versucht auch im Ausland zu helfen, indem Futter dorthin gefahren wird, vor Ort Hunde zum Tierarzt gefahren werden, Zäune repariert werden etc. Der Verein hilft ebenfalls den Hunden, die in ihrem Heimatland keine Chance auf Vermittlung haben. Das trifft leider auf die meisten Hunde zu, da im Ausland eher selten ein Hund aus einem Tierheim adoptiert wird. So dürfen auch ein paar arme Socken nach Deutschland kommen, für die die Hundehilfe im Tal ein liebevolles Zuhause sucht. Es gibt leider verbreitet die Meinung, dass die Auslandshunde den deutschen Hunde den Platz wegnähmen. Dies ist allerdings ein Irrglaube, denn die leicht vermittelbaren Hunde werden in Deutschland schnell vermittelt. Zurück bleiben leider die Hunde, die schwierig sind oder aufgrund ihrer Rasse schlecht vermittelbar sind. Diesen Hunde werden die Hunde aus dem Ausland, die nicht schwierig sind oder eine unbeliebte Rasse haben, nicht den Platz wegnehmen. Und sollte nicht jedes Tier die Chance auf ein liebevolles Zuhause mit genügend Futter, Bewegung und medizinischer Versorgung haben? Soll es sein Leben in der Tötung lassen oder gar sein gesamtes Leben unter schlechten Bedingungen in einem Tierheimzwinger verbringen? Die Hundehilfe im Tal ist der Meinung, dass kein Tier leiden soll – egal, aus welchem Land es kommt, deswegen gibt es die Hundehilfe im Tal.

Tierschutzverein Wuppertal e.V. (Tierheim Wuppertal)

Der Wuppertaler Tierschutzverein e.V. nannte sich einst bei der Gründung „Wupperthaler Verein zum Schutze der Tiere“ vor über 150 Jahren im Jahr 1862. Er wurde unter anderem durch Professor Johann Carl Fuhlrott, dem Entdecker des Neandertalers, mit gegründet. Die engagierten Tierschützer haben sich im Laufe der Zeit immer neuen Aufgaben und Herausforderungen bei ihrer Tischutzarbeit stellen müssen: vom Verhindern und Aufspüren von Tierquälerei und Tiermissbrauch jeglicher Art, der Beherbergung von ausgesetzten und abgegebenen Tieren bis hin zum Streit um die Tierrechte und die Aufnahme des Tierschutzes ins Grundgesetz. Das erste vereinseigene Tierheim entstand im Jahr 1955. Bereits drei Jahre später leistete sich der Verein einen VW-Transporter, der verletzte und gefundene Tiere ins Tierheim brachte, was bis heute eine der zentralen Aufgaben des Vereins ist. Doch schon bald wurde das Tierheim für die vielen herrenlosen Tiere in Wuppertal und Umgebung zu klein. So führte die Suche nach einer neuen Bleibe zu dem heutigen Anwesen in Wuppertal-Vohwinkel. 1990 wurde das Tierheim an der Waldkampfbahn vom Wuppertaler Tierschutzverein gekauft und vollständig restauriert und ausgebaut. Bis heute zählt der Wuppertaler Tischutzverein zu einem der fortschrittlichsten Tierschutzvereinen, der über die Grenzen Wuppertals hinaus Notwendigkeiten erkennt und danach handelt. Zu den vornehmsten Aufgaben des Wuppertaler Tierschutzverein, abgesehen von der Unterbringung in Not geratener Tiere, gehört, den Tierschutzgedanken zu verbreiten, ein Verständnis für das Wesen und die individuellen Eigenarten von Tieren zu wecken und ihr Wohlergehen zu fördern, Tierquälerei und Tiermissbrauch zu verhindern und gegebenenfalls eine strafrechtliche Verfolgung zu veranlassen.

Katzenschutzbund e.V. Wuppertal (Katzenschutzbund Wuppertal)

Der Katzenschutzbund e.V. Wuppertal wurde im Jahr 1998 gegründet, um sich hauptsächlich in der Tierschutzarbeit auf die Kastration frei lebender, herrenloser Tiere zu kümmern, was bereits nicht mehr die einzige Aufgabe des Vereins ist. Seit der Gründung konnte der Verein tausende von Katzen und Kater vermittelt, die ungewollt das Licht der Welt erblickt haben, krank, verwurmt und voller Flöhe in die Obhut des Vereins kamen, deren Muttertiere in der Stadt kaum Nahrung für sich, geschweige denn für ihre Babys finden. Es gibt allein in Wuppertal rund 10.000 frei lebende und herrenlose Katzen, die jeweils zweimal im Jahr 3-4 neue Kitten zur Welt bringen, aber auch ein Heim haben wollen, sowie ein liebes Frauchen oder Herrchen, Regelmäßiges Futter und TA-Besuche. Dazu betreut der Verein bereits seit der Gründung verschiedene Futterstellen, wo Katzen regelmäßig zu einer Kastration eingefangen werden, um dem weitern Elend Einhalt zu gebieten. Seit Anfang 2013 übernimmt der Verein auch Fundkatzen, die in zugeklebten Kartons, weggeworfenen Plastiktüte, um Mülleimer entsorgt, festgebunden, sterbenskrank, völlig verwirrt und ohne jegliches Vertrauen zu einem Menschen. Mit sehr viel Liebe, Geduld und Mühe sowie der tierärztlichen Betreuung such der Verein für diese Tiere schliesslich ein neues liebevolles Zuhause. In den letzten Jahren ist die Anzahl der ausgesetzten Tiere um ein Vielfaches gestiegen, die allerdings nur nachts im Schutz der Dunkelheit aus den Verstecken trauen um Mülleier zu plündern oder sich einem Menschen zeigen, der eine Dose Futter bereit hält. Auch nimmt der Verein gequälte und halb verhungerte sowie trächtige Katzen auf. Auch hier in Deutschland gibt es Verhältnisse, die man gerne versucht in südliche Länder abzuschieben, da es sowas schliesslich bei uns nicht gebe. Gibt es aber leider doch. Die Tiere bringt der Verein in einer mittlerweile eigens eingerichteten Auffangstation in Heckinghausen unter.